Gadenstedter Geschichte:nach Heimatpfleger Dieter Meyer
Keramikfunde aus dem Ort deuten auf die vorrömische Eisenzeit (700 v. Chr.) als Gründungszeit des Dorfes Gadenstedt hin.
Das Junkerdorf Gadenstedt war bereits im Jahr 822 im Schenkungsregister des Klosters Corvey genannt. Der Edelhofbesitzer Osdac hatte den Ort "Gudianstede" dem Kloster Corvey vermacht. Das Rittergut läßt sich bis 1126 n. Chr. nachweisen.
In einer bischöflichen Urkunde von 1230 werden die Namen Hermann und Johann von Gadenstedt erwähnt. Es könnte sich um Söhne und Enkel des ersten Gadenstedter Vogts handeln, der die Abgaben für das Michaeliskloster in Fulda, zu dem Gadenstedt gekommen war, einzuziehen hatte.
Aus den im Mittelalter bestehenden 48 Höfen hat sich ein blühendes Dorf entwickelt. Ein großer Aufschwung kam durch die "Ilseder Hütte" 1856, die vor einigen Jahren leider stillgelegt wurde.
Im Jahr 1972 feierte Gadenstedt sein 1150-jähriges Bestehen.
In Sammlungen wurden alle historischen Ereignisse seit 1230 festgehalten. Die Exponatsammlung befindet sich seit 1988 im ehemaligen Rathausgebäude, Am Thie 1. Es ist ein Modell des Ortes im Jahr 1769 sowie Zeugnisse des Lebens der ländlichen Gemeinschaft zu sehen. Es bestehen Sammlungen mit Objekten aus den beiden Weltkriegen und der Zwischenkriegszeit, die in reichem Umfang erhalten geblieben sind. Orden und Ehrenzeichen aus den Weltkriegen, Plakate und Abzeichen des Winterhilfswerks und Propagandamaterial der Alliierten aus den Jahren 1940-1945, die in der Gadenstedter Feldmark gefunden wurden, sind als Nachweise erhalten. Die zahlreichen Spielzeuge aus Urgroßmutters und Urgroßvaters Zeiten (1900-1950) zeigen den Wandel der Zeiten auf. Die fast 3000 Exponate haben ca. 170 Familien der Heimatstube als Spenden oder Leihgabe zur Verfügung gestellt.
Die Heimatstube ist jeden 2. Donnerstag (19.00-22.00 Uhr) geöffnet.
| Nähere Einzelheiten und Sonderführungen: | |
| Dieter Meyer | Tel.: 05172/8597 |